LebensversicherugenWas von Geldwerten übrig blieb – mit alten Policen effektiv arbeiten

In älteren Lebens- und Rentenversicherungen schlummert enormes Kapital vor sich hin – ohne eine anständige Rendite zu erwirtschaften. Nicht zu vergessen ist die Tatsache, dass nur in Teil des Beitrages überhaupt angelegt wird – auch ein relativ hoher Garantiezins von vier Prozent muss daher relativiert werden. Die Aussage, dass eine sichere Kapitalanlage keine Rendite mehr einbringt, kann allerdings eindrücklich widerlegt werden.

Geldwerte – das offensichtlich falsche Pferd

Klassische Lebens- und Rentenversicherungen wurde über Jahrzehnte als sichere Kapitalanlage verkauft, die stabil ihr Erträge bringen und die Altersversorgung sichern – das war, wie die Realität leider zeigt, ein Trugschluss: Einerseits gelangt nur ein Teil der Beiträge überhaupt in den Anlagetopf, denn neben dem Risikoanteil für den Todesfall- oder Berufsunfähigkeitsschutz in der Lebensversicherung müssen auch noch die relativ hohen Kosten für die Verwaltung und die Provision für den Vertrieb abgezogen werden. Unter dem Strich bleiben im Durchschnitt rund 70 Prozent übrig, selbst bei vier Prozent Garantiezins ergeben sich also gerade einmal 2,8 Prozent Rendite auf den Beitrag.

Andererseits leiden die klassischen Varianten der Lebens- und Rentenversicherungen unter der anhaltenden Niedrigzinsphase, der aktuelle Garantiezins beträgt nur noch 0,9 Prozent – was im Endeffekt weniger als 0,7 Prozent auf den Beitrag einbringt. Ob diese Zusagen überhaupt eingehalten werden können, steht noch in den Sternen. Trotzdem halten viele Versicherte an ihren Policen fest – weil vermeintlich die Alternativen in puncto sichere Kapitalanlage fehlen. Dabei können Sachwerte, also eine Beteiligung an realen Werten, wie beispielsweise Unternehmen, Rohstoffen oder Immobilien, sämtliche Ansprüche erfüllen. Ebenso meinen viele Verbraucher, dass bei einer Kündigung sie erhebliche Verluste einfahren würden, jedoch ist dies nicht richtig, da der Verlust bereist beim Abschluss der Police entstanden ist und bei Kündigung nur sichtbar wird, da hier die tatsächliche Vertragswerte ausgezahlt werden.

Falsche Widerrufsbelehrung – das findige Hintertürchen

Natürlich ist die Kündigung einer Lebens- oder Rentenversicherung in der Regel mit Kosten verbunden und kann nur bedingt empfohlen werden. Allerdings eröffnet eine falsche Widerrufsbelehrung für Verträge, die zwischen dem 29.7.1994 und 31.12.2007 abgeschlossen wurden, eine echte Chance: Der BGH hat sich hier einer europäischen Richtlinie angeschlossen und räumt deutschen Verbrauchern ein unbefristetes Widerrufsrecht ein, sollten die Verträge nicht die korrekt formulierte oder gar keine Widerrufsbelehrung enthalten. Die schriftliche Belehrung muss mit dem Versicherungsschein und den Versicherungsbedingungen ausgehändigt worden sein und eine Frist von 30 Tagen bzw. 14 Tagen(Verträge mit Abschlussdatum vor dem 8. Dezember 2004)  ab Vertragsbeginn für den schriftlichen  Widerruf oder ab 2002 in Textform einräumen.

Das Interessante an dieser Rechtsprechung ist, dass Verbraucher nicht die Kündigung der Verträge fordern können, sondern die rückwirkende Auslösung, sollte eine fehlende oder falsche Widerrufsbelehrung festgestellt werden. Von den eingezahlten Beiträgen werden lediglich die Anteile für vorzeitige Risiken, also den Todesfall oder den Fall einer Berufsunfähigkeit abgezogen, da der Versicherer das Risiko dafür getragen hat. Andererseits dürfen Verbraucher auch die Verzinsung beanspruchen – mit vier Prozent sind die Forderungen erfahrungsgemäß nicht überzogen, aber auch nicht zu niedrig. Eine Frage stellt sich dann: Was empfiehlt sich als sichere Kapitalanlage, die auch eine anständige Rendite erwirtschaftet?

Reelle Sachwerte – die richtige Strategie entwickeln

Bei der Auswahl spielen verschiedene Faktoren wichtige Rollen, denn Sachwerte stehen in den unterschiedlichsten Finanzprodukten zur Verfügung: Je unkomplizierter und transparenter diese sind, desto höhere Renditen lassen sich erwirtschaften. Ausschlaggebend sind jedoch die persönlichen Bedürfnisse, die finanziellen Verhältnisse und natürlich das eigene Risikoprofil – guter Rat muss an dieser Stelle nicht teuer sein. Mit Kapitalanlage365 steht ein breit gefächertes Portfolio zur Auswahl, das sich sowohl in Bezug auf den Anlagehorizont und den Anlagebetrag als auch auf die Risikoklasse auf die konkreten Anforderungen zuschneiden lässt.

Welche Strategie auch immer bevorzugt wird – Transparenz, Rentabilität und Sicherheit stehen dabei ebenso im Vordergrund wie Flexibilität und Verfügbarkeit. Vertrauen ist gut, Kontrolle auch – Anleger haben die Möglichkeit, ihre Rendite nicht nur monatlich zu kontrollieren, sondern sich auch auszahlen zu lassen. Voraussetzung für einen nachhaltigen Erfolg ist naturgemäß eine umfassende persönliche Beratung, nur so können die für den Anleger wesentlichen Kriterien ermittelt, die passende Anlage ausgewählt und richtigen Entscheidungen getroffen werden.